Das VERAHMobil: Ein Hingucker der Hausarztpraxis

Hausbesuche sind ein großer Bestandteil des Aufgabengebietes einer Versorgungsassistentin, hier wird aber nicht nur Blutdruck gemessen und die Medikamente kontrolliert – viel mehr bekommen die VERAHs einen Einblick in das Leben der Patienten.

VERAH bedeutet „Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis“. Um die Qualifikation einer VERAH zu erlangen,  nimmt man als medizinische Fachangestellte (=MFA) an einer 200-stündigen Fortbildung teil.

Die VERAHs entlasten nicht nur den Arzt, sondern stärken auch die Praxen in der Versorgung der Patienten, indem sie delegierbare ärztliche Routineleistungen (vor allem bei der Versorgung chronisch kranker und älterer Patienten) übernehmen.

Durch die Ausbildung und Erfahrung einer VERAH kann zum Beispiel erkannt werden, wenn der Patient möglicherweise depressiv oder dement ist bzw. ein erhöhtes Sturzrisiko besteht. Zum Beispiel durch die Übernahme des Medikamenten- (Bestandsaufnahme und Abgleich des Medikationsplanes) und Wundmanagements (Verbandswechsel und Dokumentation der Wundphasen) durch die VERAHs, werden die Ärzte zeitlich entlastet und haben so mehr Zeit für die ärztlichen diagnostischen und therapeutischen Tätigkeiten.

Die Arbeit dieser speziell qualifizierten MFAs wird durch die HZV (=Hausarztzentrierte Versorgung) besonders gefördert.

Um in den Genuss dieser Unterstützung zu kommen, muss die Praxis mindestens eine VERAH beschäftigen. Für Dr. Jürgen Schott kein Problem: „Wir haben sogar drei, eine ist aber gerade in Mutterschutz.“

Auch unser Hausarztzentrum darf sich über diese besondere Förderung freuen – denn seit April 2018 befindet sich ein „VERAHmobil“ in unserer  überörtlichen Gemeinschaftspraxis.